Für das Verfassen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit, sei es eine Bachelor- oder Masterarbeit, braucht es viel Zeit und Energie. Oft hat man dabei großzügige Unterstützung von Eltern, Freunden, Professoren oder Firmen und Institutionen, die Einblicke in ihre Daten oder Abläufe geben. In solchen Fällen möchtest du möglicherweise diesen Personen oder Institutionen in deiner Arbeit dafür danken. Wann macht eine Danksagung aber Sinn und wie soll sie aussehen?

Wann macht eine Danksagung Sinn?

In Dissertationen sind Danksagungen relativ üblich, gelten aber auch dort eher als optional. Als Verfasser/in einer Masterarbeit muss man selbst entscheiden, ob man eine Danksagung schreiben möchte. In jedem Fall ist die Danksagung nicht Teil der bewertbaren Arbeit und steht somit entweder vor deinem Inhaltsverzeichnis am Anfang oder am Ende deiner Masterarbeit.

Grundsätzlich macht eine Danksagung Sinn, wenn man zum Beispiel intensiv mit einem Unternehmen zusammengearbeitet hat oder in ein Forschungsprojekt eingebunden war. Auch wenn eine bestimmte Datenerhebung von einer Einrichtung ermöglicht wurde, die essentiell für die Verfassung der Arbeit war, macht eine Danksagung Sinn. Wann immer eine externe Betreuungsperson maßgeblich zum Erfolg der Arbeit beigetragen hat, ist eine Danksagung angebracht.

Man sollte sich aber gut überlegen, ob und wem man in seiner Arbeit danken will. Auch wenn Familie, Partner und Haustiere vielleicht eine große emotionale Stütze waren, ist eine akademische Arbeit nicht immer der richtige Platz dafür, es sei denn du wurdest zum Beispiel stark finanziell von deiner Familie unterstützt oder deine Freunde sind durch ihre Unterstützung maßgeblich an deinem akademischen Erfolg beteiligt.

Was darf in der Danksagung nicht fehlen?

Grundsätzlich kann die Danksagung völlig frei gestaltet werden, es gibt hier keine verpflichtenden Richtlinien. Falls du allerdings nicht so richtig weißt, wie du anfangen sollst, haben wir hier die wichtigsten Punkte, die in deiner Danksagung nicht fehlen sollten, zusammengefasst.

Einleitung

Du kannst deine Danksagung mit einem einleitenden Satz beginnen, wie zum Beispiel:

An dieser Stelle möchte ich mich bei denjenigen bedanken, die mich beim Schreiben meiner Masterarbeit unterstützt haben.

Die Einleitung ist auch eine gute Gelegenheit, um einen Einblick in persönliche Beweggründe für die Auswahl dieses Themas zu geben. Allerdings solltest du darauf achten, hier nicht zu persönlich zu werden.

Anregung und Inspiration

Du kannst auch erklären, wie du auf das Thema gestoßen bist, und wer oder was dich dazu angeregt hat, dich näher damit auseinanderzusetzen. Das Danke sagen in der Wissenschaft kann auch Beziehungen stärken und den Weg für eine zukünftige Zusammenarbeit bahnen.

Eine wertvolle Anregung zur Auswahl meines Forschungsthemas bekam ich von Frau Dr. Meyer in ihrem Vortrag zu Diversität in Klein- und Mittelbetrieben an der Wirtschaftsuniversität Wien.

Unterstützende Personen

Du kannst Personen danken, die dich bei der Entstehung deiner Arbeit besonders unterstützt haben, zum Beispiel durch Korrekturlesen deiner Arbeit oder wichtigen Hinweisen, die dich zu neuen Erkenntnissen geführt haben. Personen aus Forschungskontexten sollten mit vollständigen akademischen Titeln angeführt werden.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an XY für ihr aufmerksames Korrekturlesen meiner Arbeit und ihre konstruktiven Anmerkungen.

Entstehungsbedingungen

Hier kann angegeben werden, wo man die Arbeit geschrieben hat (es wurden einem z.B. Räumlichkeiten des Instituts XY zur Verfügung gestellt) und unter welchen Rahmenbedingungen, ob zeitlich oder räumlich.

Finanzielle Unterstützung

Finanzielle Unterstützungen jeder Art können Teil der Danksagung sein, sei es die finanzielle Unterstützung für die Masterarbeit durch ein Unternehmen oder eine Stiftung, oder auch ein Stipendium für das gesamte Studium.

Ich bedanke mich bei der Leiterin der Stiftung XY, Frau Thal, für die finanzielle Unterstützung meiner Forschung.

Häufig gestellte Fragen zu Masterarbeiten

📕 Welche Arten von Masterarbeiten gibt es?

Welche Art von Masterarbeit du schreibst, hängt natürlich großteils von den Vorgaben deiner Uni und deinem gewählten Thema ab. Grundlegend unterscheidet man zwischen drei Arten von Masterarbeiten:

  1. Die Literaturarbeit
  2. Die Theoretische Arbeit
  3. Die empirische Arbeit

Während bei der Literaturarbeit die Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Fachliteratur im Fokus steht, wird bei der theoretischen Arbeit eine tief greifende theoretische Überlegung zu der Fragestellung vorgenommen. Die empirische Arbeit erfordert das aufstellen einer Hypothese, die dann überprüft werden muss. Mehr dazu gibt es hier.



⏳ Wie lange habe ich für eine Masterarbeit Zeit?

Wie lange du für deine Masterarbeit Zeit hast hängt natürlich ganz von deiner Zeitplanung und dem Umfang deiner Arbeit an. Hast du rechtzeitig alle Vorbereitungen getroffen und begonnen? Als Richtlinie kann man sagen, dass dich die Erstellung deiner Masterarbeit mindestens ein Semester, bzw. 6 Monate beschäftigen wird. Nachdem du den Forschungsteil abgeschlossen hast solltest du für das Schreiben ca. 6-8 Wochen einplanen.



📃 Wie wird eine Masterarbeit gegliedert?

Eine Masterarbeit gliedert sich im Wesentlichen wie jede andere wissenschaftliche Arbeit. Nach Deckblatt, Sperrvermerk (optional), Eidesstattlicher Erklärung und Danksagung (optional), gliedert sich die Masterarbeit wie folgt:

  • Einleitung
  • Aufarbeitung Fachliteratur
  • Methodenkapitel
  • Ergebnisse
  • Diskussion der Ergebnisse
  • Fazit
  • Quellenangaben
  • Anhang


🏃🏻‍♂️ Wie lang ist eine Masterarbeit?

Der Umfang einer Masterarbeit hängt vom Thema ab. Wenn die Masterarbeit zum Beispiel vor allem aus Berechnungen und Formeln besteht, wird sie durchschnittlich wesentlich kürzer sein als klassische Aufarbeitungen von Themen. Die meisten Masterarbeiten sind ca. 30 bis 100 Seiten lang.



👩🏻‍🎓 Was ist wissenschaftliches Arbeiten?

Bei wissenschaftlichen Arbeiten geht es um eine kritische und ausführliche Auseinandersetzung mit einem Thema oder einer Fragestellung. Aus bereits vorhandenen Texten und Forschungsergebnissen wird eine These aufgestellt, die dann in einem methodisch-systematischen Vorgehen untersucht wird. Quellen werden offengelegt (zitiert) und Experimente so beschrieben, dass sie reproduziert werden können. Das verfassen wissenschaftlicher Arbeiten ist ein wesentlicher Teil eines Studiums.



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